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Speisekarte-Vorlage: Pflichtangaben, Aufbau und Formate

Eine Speisekarte muss zwei Dinge gleichzeitig leisten: die Pflichtangaben nach LMIV, LMZDV und PAngV vollständig abbilden und die Gäste durch das Angebot führen. Diese Seite zeigt, was auf jede Karte gehört, wie sie aufgebaut wird und welches Format sich für welchen Zweck eignet — mit kostenloser Basis-Vorlage zum Start.

  • ✓ Pflichtangaben nach LMIV, LMZDV und PAngV im Überblick
  • ✓ Aufbau: Kategorien, Reihenfolge, Beschreibungen, Preise
  • ✓ Formatvergleich Word, PDF und digitale Karte
  • ✓ Kostenlose Basis-Speisekarte (Word + PDF) zum Download
  • ✓ Zehn fertige Designs im kostenpflichtigen Paket

Fertige Designs statt Selbstbau: das Speisekarten-Paket mit zehn A4-Layouts, Getränke-, Frühstücks- und Dessertkarte für einmalig 29 € (inkl. USt.).

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Speisekarte-Vorlage: A4-Beispielseite mit Allergenkennzeichnung
Vorschau: A4-Speisekarte mit Gängen, Preisspalte und Allergen-Fußnoten unter jedem Gericht. Die Vollversion im Paket enthält deutlich mehr Umfang.

Das Wichtigste in Kürze

Auf jede Speisekarte gehören der Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer und Bedienungsgeld (PAngV), die Kenntlichmachung kennzeichnungspflichtiger Zusatzstoffe (LMZDV) sowie eine Auskunft zu den 14 Hauptallergenen (LMIV) — auf der Karte, elektronisch oder mündlich mit dokumentiertem Hinweis. Der Aufbau folgt vier bis sechs Kategorien mit je sechs bis acht Gerichten. Eine kostenlose Basis-Vorlage in Word und PDF steht auf dieser Seite bereit; zehn fertige Designs enthält das Speisekarten-Paket.

Vorlagen gibt es in mehreren Fassungen: als Speisekarte als Word-Vorlage zum Bearbeiten, als druckfertige Speisekarte im PDF-Format und als kostenlose Speisekarten-Vorlage in reduziertem Umfang für den ersten Test.

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Warum reine Design-Vorlagen für die Speisekarte nicht ausreichen

Die meisten kostenlosen Speisekarten-Vorlagen aus Galerien wie Canva oder Word-Templates lösen nur das Design-Problem. Sie enthalten weder die in Deutschland vorgeschriebenen Angaben zu Allergenen, Zusatzstoffen und Preisen noch eine verkaufspsychologische Struktur. Wer eine Vorlage übernimmt, muss beides selbst ergänzen — sonst drohen Abmahnung, Bußgeld und verschenkter Umsatz.

Die Lebensmittelüberwachung prüft Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung, Wettbewerber und Verbände mahnen Verstöße gegen die Preisangabenverordnung ab. Beides passiert regelmäßig bei Neueröffnungen und Saisonwechseln.

Welche Pflichtangaben gehören auf jede Speisekarte?

PflichtangabeWas konkret gefordert istRechtsgrundlage
AllergenkennzeichnungAngabe der 14 Hauptallergene, auch bei loser Ware; schriftlich, elektronisch oder mündlich mit DokumentationLMIV (VO (EU) Nr. 1169/2011), LMIDV
Zusatzstoff-KenntlichmachungFußnoten „mit Farbstoff\", „mit Konservierungsstoff\", „mit Geschmacksverstärker\", „koffeinhaltig\"§ 5 LMZDV (früher § 9 ZZulV)
EndpreiseGesamtpreise inkl. Umsatzsteuer, Bedienungsgeld und aller Zuschläge§ 3, § 13 PAngV
PreisverzeichnisKarte am Tisch oder vor Bestellung vorgelegt, zusätzlich Aushang am Eingang§ 13 PAngV
GetränkeangabenFüllmenge (z. B. 0,3 l) neben dem PreisPAngV / MessEG
Klare BezeichnungKeine irreführenden Angaben — „Kalbfleisch\" nur bei echtem KalbLMIV Art. 7

Details und Formulierungsbeispiele finden Sie im Beitrag zur Allergenkennzeichnung in der Gastronomie sowie in der Liste der 14 Allergene.

Welches Format passt zu Ihrer Karte?

FormatPasst fürGrenzen
Word (.docx)Karten, die sich saisonal oder wöchentlich ändernUmbruch kann sich auf fremden Rechnern verschieben
PDFWeitergabe an Druckerei, Aushang, Versand per MailÄnderungen nur in der Quelldatei möglich
Digitale Karte / QR-Codetagesaktuelle Preise, Zusatzsprachen, Ergänzung zur Printkarteersetzt die Printkarte im Service selten vollständig

Praktisch bewährt hat sich die Kombination: Sie pflegen die Karte in Word, exportieren sie als PDF für den Druck und spiegeln denselben Stand digital. Eine tagesaktuell änderbare Variante beschreibt die Digitale Speisekarte, die technischen Vorgaben zum Code selbst der QR-Code für die Speisekarte.

Für den Aufbau in Word gilt: A4 hochkant, Formatvorlagen für Kategorie, Gericht, Beschreibung und Preis, rechtsbündige Tabstopps für die Preisspalte statt Punktlinien, hochgestellte Ziffern für die Fußnoten. Die ausführliche Anleitung steht auf der Word-Format-Seite, die Gestaltungsfragen behandelt der Ratgeber Speisekarte gestalten.

Wer nicht bei null anfangen möchte: Zehn fertige A4-Designs nach Betriebsart, Getränke-, Frühstücks- und Dessertkarte, den Wochenspeiseplan und den Verkaufspsychologie-Guide enthält das Speisekarten-Paket — dort finden Sie auch den vollständigen Lieferumfang mit allen Dateiformaten.

Wie ist eine verkaufsstarke Speisekarte aufgebaut?

BausteinEmpfehlungWarum
Kategorien4–6, in Bestell-LogikOrientierung senkt Entscheidungsstress
Gerichte pro Kategorieca. 6–8Zu große Auswahl verzögert die Entscheidung
PositionierungRenner und margenstarke Gerichte zuerst oder zuletztErste und letzte Positionen werden am stärksten wahrgenommen
Preisevorab kalkuliert, nicht geratenSichert den Deckungsbeitrag jedes Gerichts
Beschreibungen1–2 Zeilen: Herkunft, Zubereitung, BesonderheitSteigert den wahrgenommenen Wert
Kennzeichnungeneinheitliches FußnotensystemVollständige Kennzeichnung ohne Layout-Chaos

Bevor ein Preis auf die Karte kommt, gehört er kalkuliert. Wie das geht, zeigt der Leitfaden zur Speisenkalkulation und zum Deckungsbeitrag pro Gericht. Welche Gerichte sich am Ende wirklich rechnen und in welcher Reihenfolge sie auf die Karte gehören, klärt die Analyse im Ratgeber Menu Engineering.

Verkaufspsychologie: Wie verkauft Ihre Speisekarte mehr?

Vier Hebel sind gut belegt: ein Ankerpreis, der teurere Gerichte günstiger wirken lässt; gezielte Platzierung der margenstarken Gerichte; appetitanregende Beschreibungstexte; eine Preisdarstellung ohne Währungszeichen. Eine Cornell-Studie von 2009 zeigte, dass Gäste bei rein numerischer Preisdarstellung messbar mehr ausgaben als bei Preisen mit Währungssymbol.

Beschreibungstexte: „Geschmortes Ochsenbäckchen, 12 Stunden im Rotweinjus\" verkauft besser als „Rindfleisch mit Soße\". Herkunftsangaben wie Hofname oder Region steigern den wahrgenommenen Wert — aber nur, wenn sie stimmen, sonst greift das Irreführungsverbot der LMIV.

Format, Schrift und Lesbarkeit

Wählen Sie ein Format, das zur Bestellsituation passt — A4 oder A5 für den Tisch, DIN lang für Getränke, QR-Code-Karte als Ergänzung. Serifenlose Schriften ab zehn Punkt, ausreichender Kontrast und maximal zwei Schriftarten halten die Karte lesbar, auch bei gedämpftem Licht. Testen Sie den Ausdruck unter realen Lichtbedingungen im Gastraum, nicht am Bildschirm.

Gratis-Basis-Speisekarte (Word + PDF)

Ein Design mit Vorspeisen, Hauptgerichten, Desserts und Allergen-Legende — kostenlos per E-Mail als DOCX und PDF.

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Häufige Fragen

Muss ich Allergene direkt auf der Speisekarte angeben?
Nicht zwingend auf der Karte selbst. Die LMIDV erlaubt auch elektronische oder mündliche Auskunft — letztere nur mit schriftlicher Dokumentation im Betrieb und einem deutlichen Hinweis für Gäste. Fußnoten auf der Karte sind die in der Praxis sicherste Lösung.
Darf ich Preise ohne Euro-Zeichen schreiben?
Ja. Die PAngV verlangt eindeutige Gesamtpreise, schreibt aber kein Währungssymbol vor. „14,50" ist zulässig, solange klar ist, dass es sich um Euro handelt.
Wie kennzeichne ich Zusatzstoffe korrekt?
Nach § 5 LMZDV (früher § 9 ZZulV) per Kenntlichmachung direkt beim Gericht, üblich als nummerierte Fußnote („mit Farbstoff", „mit Konservierungsstoff", „mit Geschmacksverstärker", „geschwefelt", „koffeinhaltig"). Die Legende gehört gut auffindbar auf die Karte.
Wie viele Gerichte gehören auf eine Speisekarte?
Bewährt haben sich sechs bis acht Gerichte pro Kategorie. Eine kompakte Karte beschleunigt die Entscheidung, senkt Warenvorhaltung und wirkt hochwertiger.
Wie oft sollte ich meine Speisekarte überarbeiten?
Mindestens zum Saisonwechsel und bei jeder relevanten Einkaufspreisänderung. Prüfen Sie dabei Kalkulation, Renner-Penner-Verteilung und die Platzierung der margenstarken Gerichte.
Sind die Vorlagen für Österreich geeignet?
Ja. Die Pflichtangaben-Logik (Endpreise inkl. USt und Service, Allergen-Kennzeichnung) ist mit AT deckungsgleich (PAngV/PrAG, LMIV, ZZulV).

Quellen

Rechtsstand der Prüfung: siehe Aktualisierungsdatum oben. Externe Links führen zu den amtlichen Fassungen.

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