Rezeptrechner-Alternative: Gastrodok im Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
Gastrodok ist eine Alternative für Betriebe, die neben der Nährwertberechnung auch Kalkulation, Einkaufsliste, Speiseplanung und Produktdatenblätter in einem Werkzeug brauchen — und optional QR-Speisekarte, Reservierung und Abholbestellungen im selben Konto. Gerechnet wird auf Basis des Bundeslebensmittelschlüssels; der Preis beträgt 19 € im Monat oder 190 € im Jahr inkl. USt bei monatlicher Kündbarkeit, bis zu drei Rezepte sind kostenlos.
Fair bleiben: Was wir hier nicht tun
Wir stellen nur Angaben gegenüber, die der Anbieter selbst veröffentlicht, mit Stand August 2026 und ohne Wertung. Was ein anderer Anbieter heute kostet und kann, steht verbindlich auf dessen eigener Seite. Diese Seite beschreibt deshalb erstens die Kriterien, nach denen sich ein Nährwert- und Rezeptwerkzeug sinnvoll auswählen lässt, und zweitens transparent, was Gastrodok tut, was es nicht tut und was es kostet. Die Entscheidung treffen Sie.
Sechs Auswahlkriterien
1. Datengrundlage
Welche Nährwertdatenbank liegt zugrunde und ist sie für Deutschland bzw. Österreich belastbar? Gastrodok rechnet auf Basis des Bundeslebensmittelschlüssels (BLS 4.0) mit rund 7.140 Lebensmitteln. Eigene Rohstoffe mit Werten aus dem Lieferantendatenblatt können Sie zusätzlich anlegen.
2. Unterrezepte
Werden Grundsaucen, Teige und Marinaden als eigene Rezepte geführt und in Gerichte eingesetzt? Ohne diese Auflösung pflegen Sie dieselben Zutaten mehrfach. Gastrodok löst Unterrezepte über bis zu fünf Ebenen auf — für Nährwerte, Allergene, Zutatenverzeichnis, Kalkulation und Einkaufsliste.
3. Ausgabeformate
Reicht Ihnen eine Nährwerttabelle oder brauchen Sie Etikett, Produktdatenblatt, Speiseplan und Einkaufsliste? Prüfen Sie, ob Exporte im Grundpreis enthalten sind oder einzeln kosten.
4. Preismodell
Monatlich kündbar oder Jahresbindung? Pro Nutzer, pro Betrieb oder pro Rezeptkontingent? Gastrodok kostet 19 € im Monat oder 190 € im Jahr inkl. USt je Konto, monatlich kündbar; bis zu drei Rezepte sind dauerhaft kostenlos.
5. Datenhoheit und DSGVO
Wo liegen die Daten, wer ist Auftragsverarbeiter, gibt es einen AVV? Gastrodok wird von der IGCP Capital Partners GmbH aus Wien betrieben, die Daten liegen in der EU, ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist Bestandteil der AGB.
6. Weitere Module im selben Konto
Wenn Sie ohnehin eine QR-Speisekarte, Reservierungen oder Bestellungen zur Abholung brauchen, spart ein gemeinsames Konto Verwaltung. Bei Gastrodok liegen alle Module unter einem Login.
Preise und Pakete gegenübergestellt
| Rezeptrechner | Gastrodok Nährwertrechner | |
|---|---|---|
| Preis | Paket S 150 €, Paket M 290 €, Paket L 500 € — jeweils pro Jahr zzgl. USt | 19 € im Monat oder 190 € im Jahr inkl. USt |
| Abrechnung | ausschließlich jährlich | monatlich oder jährlich, monatlich kündbar |
| Rezepte und Rohstoffe | gestaffelt: Paket S maximal 50 Rezepte und 50 Rohstoffe, Paket M maximal 250 und 250, Paket L maximal 500 und 500 | keine gestaffelten Limits, unbegrenzt im Abo, bis 3 Rezepte kostenlos |
| Aktive Geräte | Paket S 1 aktives Gerät, Paket M 2 aktive Geräte | keine Gerätebegrenzung |
| Nutzer | Paket S und M je 1 Nutzer, Paket L 2 Nutzer (Administrator plus ein Teammitglied); jeder weitere Nutzer 19 € pro Monat, jährlich abgerechnet | ein Konto je Betrieb, keine Nutzerverwaltung für Teams |
| Mobile App | Vorteil Rezeptrechner: mobile App verfügbar | keine App, Bedienung im Browser |
| Nutzerverwaltung für Teams | Vorteil Rezeptrechner: mehrere Nutzer verwaltbar | nicht vorhanden |
| Schulungen | Vorteil Rezeptrechner: buchbare Schulungen — individuell 120 € pro Stunde, Gruppenschulung ab 390 € für zwei Stunden, jeweils zzgl. USt und einmalig, separat zum Paketpreis | keine buchbaren Schulungen |
| Preiskalkulation, Produktdatenblätter | ab Paket M | in jedem Tarif enthalten |
| Speiseplan, Einkaufslisten, Nutri-Score | ab Paket L (Nutri-Score bietet Gastrodok nicht) | Speiseplan und Einkaufslisten in jedem Tarif |
| Betreuung | Vorteil Rezeptrechner: persönlicher Ansprechpartner | Support per E-Mail, kein persönlicher Ansprechpartner |
Ein einzelner zusätzlicher Nutzer kostet beim Wettbewerber 19 € im Monat — so viel wie bei Gastrodok das vollständige Produkt.
Preise, Paketgrenzen, Geräte- und Nutzerzahlen sowie Schulungspreise laut Anbieterangaben auf rezeptrechner.de/preise, Stand 4. August 2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich ist die jeweilige Anbieterseite. Bitte prüfen Sie die aktuellen Preise und Leistungen vor einer Kaufentscheidung direkt beim Anbieter.
Was Gastrodok konkret kann
- Rezepte mit Zutaten in Gramm, Portionszahl, Ausbeute, Reduktionsfaktor, Zubereitung und Arbeitsanweisung — siehe Rezeptverwaltung.
- Nährwerte je 100 g und je Portion inklusive der Big 7 nach Anhang XV LMIV sowie Vitaminen und Mineralstoffen — siehe Nährwerttabelle erstellen.
- Allergenvorschlag nach Anhang II LMIV, manuell überschreibbar, mit Möglichkeit zum bewussten Ausschluss.
- Zutatenverzeichnis in absteigender Gewichtsreihenfolge mit Auflösung zusammengesetzter Zutaten in Klammern.
- Etikettengenerator mit Live-Vorschau und Export als PNG oder PDF — siehe Lebensmitteletikett erstellen.
- Produktspezifikation bzw. Produktdatenblatt als PDF.
- Preiskalkulation aus Wareneinsatz, Personal-, Verpackungs- und Energieanteil, Aufschlag und Umsatzsteuer.
- Einkaufsliste über mehrere Rezepte mit Mengenaggregation.
- Wochen-Speiseplan als PDF mit automatischer Allergen-Legende.
- Optional im selben Konto: digitale Speisekarte, Reservierungstool und Bestellsystem für Abholung.
Was Gastrodok nicht kann
Genauso wichtig wie der Funktionsumfang ist, was fehlt — damit Sie nicht nach zwei Wochen feststellen, dass eine Kernanforderung nicht abgedeckt ist:
- Kein Import bestehender Rezeptdatenbanken aus anderen Systemen.
- Keine Laboranalyse und keine Vermittlung von Laboren.
- Keine Warenwirtschaft mit Lagerbeständen, Bestellvorgängen oder Lieferantenanbindung.
- Keine Schnittstelle zu Kassensystemen.
- Keine Rechtsberatung. Die Werkzeuge unterstützen bei der Kennzeichnung, die Verantwortung für die Richtigkeit bleibt nach Art. 8 LMIV beim Lebensmittelunternehmer.
- Keine Nährwertberechnung für private Ernährungsplanung — die Zielgruppe ist gewerblich.
Wann welche Lösung passt
Nur wenige Rezepte, keine Verpackung
Eine Excel-Vorlage genügt meist. Für Allergene bei loser Ware reicht die Allergenmatrix.
Verpackte Ware, viele Rezepte
Ein spezialisiertes Nährwert- und Etikettenwerkzeug lohnt sich. Prüfen Sie die sechs Kriterien oben und entscheiden Sie nach Datengrundlage, Unterrezepten und Exportformaten.
Betrieb mit Gästekontakt
Wenn zusätzlich Speisekarte, Reservierung oder Abholbestellung gebraucht werden, spricht viel für ein Konto statt drei Verträgen.
Selbst ausprobieren statt vergleichen lesen
Legen Sie ein Konto an und rechnen Sie ein echtes Rezept aus Ihrer Karte durch — bis zu drei Rezepte sind dauerhaft kostenlos, ohne Zahlungsdaten. Danach wissen Sie in zwanzig Minuten mehr als jede Vergleichstabelle liefern kann.
Häufige Fragen
- Was ist der Rezeptrechner?
- Rezeptrechner.de ist ein etabliertes deutsches Werkzeug zur Nährwertberechnung von Rezepten für gewerbliche Anbieter, mit Zutatenverzeichnis, Etiketten und weiteren Funktionen. Es ist ein etablierter Anbieter in diesem Segment im deutschsprachigen Raum. Er bietet dabei Funktionen, die Gastrodok nicht hat: eine mobile App, eine Nutzerverwaltung für Teams, buchbare Schulungen und einen persönlichen Ansprechpartner. Die unten gegenübergestellten Preise und Paketgrenzen geben Anbieterangaben mit Stand 4. August 2026 wieder; maßgeblich bleibt die Anbieterseite.
- Warum sollte ich zu Gastrodok wechseln?
- Aus einem von zwei Gründen: Entweder Sie brauchen mehr als Nährwerte und Etiketten — also Kalkulation, Einkaufsliste, Speiseplanung und Produktdatenblätter in einem Werkzeug. Oder Sie betreiben ohnehin einen gastronomischen Betrieb und wollen QR-Speisekarte, Reservierung oder Abholbestellungen im selben Konto. Wenn Sie ausschließlich Nährwerte für verpackte Ware berechnen und mit Ihrem bestehenden Werkzeug zufrieden sind, gibt es keinen zwingenden Grund zu wechseln.
- Kann ich meine Rezepte übertragen?
- Einen automatischen Import aus anderen Anbietern gibt es derzeit nicht. Rezepte werden im Editor angelegt: Zutat suchen, Menge in Gramm eintragen. Praktisch bedeutet das für ein mittleres Rezept wenige Minuten. Grundkomponenten legen Sie einmal als Unterrezept an und verwenden sie danach in allen abgeleiteten Gerichten wieder.
- Sind berechnete Nährwerte rechtlich zulässig?
- Ja. Art. 31 Abs. 4 LMIV lässt neben der Analyse ausdrücklich die Berechnung aus den bekannten oder tatsächlichen durchschnittlichen Nährwerten der verwendeten Zutaten zu. Angegeben werden Durchschnittswerte. Verantwortlich für die Richtigkeit der Angaben bleibt nach Art. 8 LMIV der Lebensmittelunternehmer, nicht das Rechenwerkzeug — das gilt für jeden Anbieter gleichermaßen.
- Gibt es eine kostenlose Version?
- Bis zu drei Rezepte können Sie kostenlos anlegen und vollständig berechnen, inklusive Allergenvorschlag und Nährwertanzeige. Exporte — Etikett, Datenblatt, Speiseplan, Einkaufsliste — sowie unbegrenzt viele Rezepte gehören zum Abo für 19 € im Monat oder 190 € im Jahr inkl. USt, monatlich kündbar.